6. März 2026
Tarifverhandlungen 2026: NRW-Arbeitgeber bieten Entgeltsteigerungen um 5,2% in drei Stufen
Gestern ist in Düsseldorf der dritte Tag unserer Tarifverhandlungen mit Verdi zu Ende gegangen. Wir haben keine Einigung erzielt, sind aber nach langen und intensiven Diskussionen aufeinander zugegangen. Wir sind mit einem konkreten Angebot in die Verhandlung gegangen und haben dieses im Laufe des Tages angepasst und verbessert. Es bildet eine realistische und faire Grundlage für weitere Verhandlungen – diese werden ab dem 30. März in Düsseldorf fortgesetzt.
Demnach bieten wir nunmehr eine in drei Stufen gestaffelte Steigerung der Löhne und Gehälter der Beschäftigten um insgesamt 5,2 Prozent an. Die erste Erhöhung erfolgt ab dem 1. Mai 2026 um 2,8 Prozent, mindestens jedoch um 110 Euro monatlich. Ab dem Januar 2027 steigen die Löhne und Gehälter wieder um weitere 1,2 Prozent. Am 1. Juli 2027 wird in der dritten Stufe erneut um 1,2 Prozent erhöht. Zusätzlich erhalten alle Beschäftigten im April 2026 eine Einmalzahlung in Höhe von 150 Euro.
Ein besonderes Augenmerk haben wir in unserem Angebot auf Auszubildende gelegt: Die Ausbildungsvergütungen sollen ab 1. April 2026 und ab 1. Juli 2027 jeweils um einen Festbetrag in Höhe von 75 Euro steigen. Ferner sollen Auszubildende einen zusätzlichen Urlaubstag erhalten. Zudem bieten wir an, die Jahressonderzahlung von 60 auf 80 Prozent zu erhöhen und die Zuschläge anzuheben.
Es ist uns ein wichtiges Anliegen für unsere Mitarbeitenden einen guten und fairen Tarif zu verhandeln und deren wichtige Arbeit wertzuschätzen. Wir sind uns jedoch auch der Verantwortung dafür bewusst, dass unsere Angebote bezahlbar bleiben – sowohl für die Kommunen, die sie refinanzieren, als auch für die Menschen, die etwa in unseren Seniorenzentren leben oder deren Kinder unsere Kitas besuchen. Damit gelingt es uns, Arbeitsplätze langfristig zu sichern.
Wir sind zuversichtlich, dass wir mit Verdi in diesem Spannungsfeld, das die gesamte Sozialwirtschaft betrifft, eine gute Lösung finden werden. Auch wenn die Vorstellungen der Gewerkschaft und unsere finanziellen Spielräume als Arbeitgeber noch auseinander liegen. Wir hoffen auf eine Einigung am nächsten Verhandlungstag Ende März, damit unsere Mitarbeitenden Planungssicherheit haben und so schnell wie möglich von den Tarifsteigerungen profitieren.