AWO OWL

„Viele Chancen und hohe Verantwortung“

Thomas Kutschaty (Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion NRW) machte auf seiner Sommertour Station im Kita/Familienzentrum Herberhausen und sprach mit Frank Hilker (1. Beigeordneter, Kämmerer und Fachbereichsleitung Jugend und Soziales der Stadt Detmold), Klaus Dannhaus (Vorstandsvorsitzender der AWO OWL), Christ-Dore Richter (stellv. Bürgermeisterin der Stadt Detmold), Sabine Schubert (stellv. Abteilungsleiterin Kindertageseinrichtungen der AWO OWL), Andrea Hartlieb (Leitung AWO-Kita/Familienzentrum Herberhausen) und dem Detmolder Landtagsabgeordneten Dennis Maelzer über die Quartiersarbeit.

Andrea Hartlieb (v.l.), Leitung der AWO-Kita/Familienzentrum Herberhausen, tauschte sich bei einem Rundgang durch die Einrichtung mit dem Detmolder Landtagsabgeordneten Dennis Maelzer sowie Sabine Schubert (stellv. Abteilungsleiterin Kindertageseinrichtungen der AWO OWL) und Thomas Kutschaty, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion NRW, aus.

Thomas Kutschaty, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion NRW, und der Detmolder Landtagsabgeordnete Dennis Maelzer besuchen das Kita/Familienzentrum Herberhausen.

Einen Einblick in die Einrichtungen vor Ort – den will Thomas Kutschaty, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen, während seiner aktuellen Sommertour bekommen. Zum Thema Kinderbildung und Kinderbetreuung machte er dabei gemeinsam mit dem Detmolder SPD-Landtagsabgeordneten Dennis Maelzer im Kita/Familienzentrum Herberhausen der AWO OWL Station.

Sprachförderung und Quartiersarbeit im Fokus

„Ihre Erwartungen und Ihre Wünsche an die Rahmenbedingungen interessieren mich besonders, gerade im Hinblick auf die Quartiersarbeit“, so Kutschaty. Denn Herberhausen gilt als Problembezirk. Die ehemalige Britensiedlung in Detmold hat einen sehr hohen Migrationsanteil, der sich auch in der Kita widerspiegelt: „96 Prozent unserer Kinder haben einen Migrationshintergrund“, so Kita-Leitung Andrea Hartlieb. Auch deshalb spielt die Sprache und der Spracherwerb innerhalb des Familienzentrums eine große Rolle. Für die Eltern und Bewohner des Quartiers werden Kurse angeboten, während die Kinder die Sprache spielerisch im Alltag erlernen. „Auch diejenigen, die noch kein Deutsch können, wenn sie im August zu uns kommen, können sich spätestens in der Weihnachtszeit verständigen“, berichtet Hartlieb. „Wegen der anfänglichen Sprachbarrieren haben wir bei der Einstellung der Beschäftigten auch auf ein multikulturelles Team geachtet“, ergänzt Sabine Schubert, stellvertretende Abteilungsleiterin Kindertageseinrichtungen der AWO OWL.

Gerade die Kita habe einen guten Zugang zu den Eltern und natürlich zu den Kindern. „Das beinhaltet viele Chancen, aber auch eine hohe Verantwortung“, weiß Kutschaty.  Doch die Quartiersarbeit hängt nicht allein an Kita und Familienzentrum, auch andere Einrichtungen des Stadtteils sind darin eingebunden. „Wir haben eine gute Vernetzung in den Stadtteil und zu den anderen Einrichtungen“, so Hartlieb. Die Angebote werden niedrigschwellig konzipiert, um alle Bewohner*innen anzusprechen und zur Teilhabe zu motivieren.

Räumliche Rahmenbedingungen anpassen

Und was wünscht sich nun die Einrichtung? Neben dem allgegenwärtigen Fachkräftemangel und der Nachwuchsförderung vor allem mehr Platz: „In der Einrichtung wird frisch gekocht. Gerne würden wir die Mahlzeiten gemeinsam und vor allem außerhalb der Gruppenräume einnehmen – doch dazu fehlt ein Raum“ so Hartlieb. Gerade die Angebote des Familienzentrums, wie das täglich stattfindende Elterncafé, benötigen mehr Fläche. "Die vorgegebenen Quadratmeter für eine Kindertagestätte geben ein gemeinsames Essen oftmals nicht her. Auch wenn bei der Reform des Kinderbildungsgesetzes die Auskömmlichkeit der Finanzierung und Fragen der Qualität vorrangig im Focus stehen, sollten auch die räumlichen Rahmenbedingungen mit in den Blick genommen werden“, findet Klaus Dannhaus, Vorstandsvorsitzender der AWO OWL.