AWO OWL

„Tour Demenz“ macht in Bielefeld Zwischenstopp

Dr. Oliver Hautz (li.), Berndaette Bueren (Stadt Bielefeld), Andreas Kuhlmann (Demenz-Service-OWL) übergaben Wünsche und Forderungen an Arnd Bader und Christian Heerdt.

06.07.2017

Rund 16 Mio. Einpersonenhaushalte gibt es in Deutschland. Darunter sind Menschen mit Demenz. Eine Herausforderung für Betroffene, Angehörige, Nachbarn und Kommunen. Mit einem 3-tägigen Fahrradmarathon macht die Landesinitiative Dement-Service NRW jetzt auf das Problem aufmerksam. Gestern um 17.30 Uhr war Zwischenstopp der „Tour Demenz“ vor dem Alten Rathaus in Bielefeld.

Arnd Bader (50) hat als Triathlon- und Ausdauersportler bereits einiges erreicht. In drei Tagen 700 km mit dem Fahrrad durch NRW zu fahren und dabei viele Demenz-Service-Einrichtungen anzufahren, ist aber auch für ihn eine besondere Leistung. Die Gesamtstrecke führt von Alsdorf über Köln ins Ruhrgebiet, nach Ostwestfalen über das Münsterland an den Niederrhein bis nach Düsseldorf. Viele freiwillige Helfer unterstützen ihn. Ein Tourbus begleitet ihn.

3 Tage, 700 km, 13 Demenz-Services

Auf Einladung des Demenz-Service OWL (Träger. AWO) kam Bader gestern auch zum Zwischenstopp nach Bielefeld. Auf den letzten Kilometern wurde der hauptberufliche Mitarbeiter des Demenz-Service Bergisches Land von Mitgliedern des Bielefelder Radrennclubs Zugvogel e.V. begleitet.

Forderungen an NRW-Gesundheitsminister Laumann

Andreas Kuhlmann vom Demenz-Service OWL, Dr. Oliver Hautz (AWO OWL), Bernadette Bueren (Altenhilfeplanung Stadt Bielefeld) und Christian Heerdt (Mitorganisator der Tour, KdA Köln) nahmen ihn in Empfang. Sie übergaben eine „Flaschenpost“ mit Wünschen und Forderungen zur Verbesserung der Situation dementer Menschen in NRW. Differenzierte Unterstützungsformen, die Schaffung von lokalen Netzwerken und die Verbesserung von Beratung sind die Themen. Alle Vorschläge werden am Ende der Tour dem neuen Gesundheitsminister Karl-Joseph Laumann übergeben. Die Pause war für Arnd Bader sehr kurz.

Nach einer guten halben Stunde, nach einer Wadenmassage durch die begleitende Physiotherapeutin und einem Teller Nudeln, ging es um 18.00 Uhr weiter nach Münster. Für 21.00 Uhr war die Ankunft dort geplant. Ein langer Tag für die Sache. Kein Problem für den Radsportler, denn „Bewegung verhindert Demenz“, so Arnd Bader.

 

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