AWO OWL

Projekt startet in zweite Phase

25 zuküftige Integrationsbegleiterinnen kamen am 11. Dezember zur Auftaktveranstaltungen ins Elfriede-Eilers-Zentrum, um ihre Schulung zu starten und sich mit den Kita-Trägern auszutauschen.

Die Abteilung für Kindertageseinrichtungen der AWO OWL bildet zum zweiten Mal Integrationsbegleiterinnen aus – nun auch für andere Träger.

Am 11. Dezember ging es los: 25 zukünftige Integrationsbegleiterinnen werden nun ein halbes Jahr lang auf ihre Aufgaben in unterschiedlichen Kindertageseinrichtungen vorbereitet. Hier werden sie zukünftig die pädagogischen Fachkräfte in ihrer Arbeit mit Kindern und Familien mit Flucht- bzw. Migrationsgeschichte unterstützen und deren Ansprechpartnerin sein. Sie helfen bei der Sprachmittlung in Elterngesprächen, geben Informationen weiter und erläutern Abläufe, Rituale oder Angebote. Zudem sind sie Identifikationsfigur für die Kinder und ihre Familien.

Bereits zum zweiten Mal schult die AWO OWL Integrationsbegleiterinnen. „In der ersten Phase waren nur unsere Einrichtungen beteiligt. Wir waren so erfolgreich, dass wir das Projekt nun auf andere Träger ausweiten können“, so Heike Brünnich, Leitung der Abteilung für Kindertageseinrichtungen der AWO OWL. In der sogenannten Modellphase von Dezember 2016 bis Juni 2018 waren 20 Teilnehmerinnen ausgebildet worden. In der aktuellen Projektverlängerung bis Ende Juni 2019 werden nun 25 Teilnehmerinnen geschult, um in ebenso vielen Kitas des AWO Kreisverbands Bielefeld, des DRK Bielefeld, der GfS Bielefeld, des DRK Rheda-Wiedenbrück, der Stadt Gütersloh, sowie der Fürstin Pauline Stiftung Detmold tätig zu werden. „Ich hoffe, dass das Projekt über Ostwestfalen-Lippe hinaus fortgesetzt wird“, so Brünnich. Gefördert wird das Projekt vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW (MKFFI) und der Auridis-Stiftung

Die Schulung ist dabei in drei Phasen unterteilt. Zunächst werden die 25 Teilnehmerinnen an zwei Tagen die Woche von drei Sozialarbeiterinnen unterreichtet. Im Januar und Februar folgt zusätzlich eine Hospitation in der Praxis. Die Schulungsteilnehmerinnen sind hier neben dem Unterricht an einem Tag für ca. 5 Stunden in ihrer zukünftigen Kita, um dort Kolleg*innen, Kinder und Eltern kennenzulernen sowie mit Abläufen und Ritualen vertraut zu werden.

Als letztes folgt von März bis Ende Mai 2019 ein Praktikum in der Kita. An bis zu 15 Wochenstunden übernehmen die angehenden Integrationsbegleiterinnen in den Einrichtungen dabei schon eigene Aufgaben, wie die Begleitung von Kindern und Familien mit Fluchterfahrung im Kitaalltag oder das Angebot von Projekten wie Bauchtanz, Backen oder Gartengestaltung.