AWO OWL

Klute: „Kommunalpolitik muss `ran“

Klaus-Peter Witt (SPD AG 60 plus, re.) hatte Thorsten Klute (AWO OWL) zum Meinungsaustausch eingeladen.

Zu einem Gespräch über die soziale Lage in OWL hat sich der Vorstand der SPD AG 60 plus in OWL mit Thorsten Klute vom Vorstand der AWO OWL getroffen. Wohnungsnot, Integration und junge Mütter waren die Themen.

Die AWO besteht seit 99 Jahren. Viele Veränderungen hat es gegeben. Aber, so Thorsten Klute, „die Grundziele sind aktueller denn je“. Weiterhin ist „die AWO an der Seite derer, die am Rand stehen.“ Und genau um die ging es im Gespräch mit dem AG-Vorsitzenden Peter-Uwe Witt und seinen Vorstandskolleginnen und -kollegen. Zwar sei OWL – regional unterschiedlich – wirtschaftlich stark, aber es gebe, so Klute, durchaus Probleme. So sieht er einen Bedarf an stationären Einrichtungen zur Unterstützung junger Mütter in der Rollenfindung und zur Vorbereitung auf den Familienalltag. In die Region seien darüber hinaus viele Menschen mit ihren Familien zugewandert. Als Arbeitskräfte wurden und werden sie dringend benötigt. Ihre Integration sei aber nach wie vor verbesserungsbedürftig.

Aktuell drängendes Problem sei aber die Wohnungsnot. Dennoch gebe es in OWL „viele leerstehende Wohnungen, die verkommen“, berichtet Thorsten Klute aus der AWO-Stadtteilarbeit in OWL-Städten. „Die Kommunalpolitik muss ´ran!“, fordert der AWO-Vorstand. Die Interessen der Mieter müssten gegenüber den Wohnungsgesellschaften vertreten werden. Der soziale Wohnungsbau müsse wieder aktiviert werden. Die AWO stehe als Mitgliederverband und Einrichtungsträger als Partner für sozialpolitisches Handeln im Quartier, in der Gemeinde, in der Stadt zur Verfügung. Thorsten Klute: „Alle sind willkommen!“

Zum Hintergrund:

Überparteilich, unabhängig und überkonfessionell ist die AWO heute im Sozialbereich tätig. Ihre Wurzeln liegen in der Sozialdemokratie. 1919 wurde sie von Marie Juchacz als Ausschuss der SPD gegründet. In OWL tragen heute rund 11.000 Mitglieder in 125 Ortsvereinen und 7 Kreisverbänden sowie rund 9.000 Beschäftigte und Freiwillige in rund 250 Beratungsstellen, Kindertagesstätten, Senioreneinrichtungen und anderen Diensten das soziale Engagement der AWO. Freiheit, Toleranz, Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität sind die Werte.