AWO OWL

Kita-Integrationsbegleiterinnen erhalten Zertifikate

Die neuen Integrationsbegleiterinnen erhielten in Anwesenheit ihrer betreuenden Kita-Leitungen von den schulenden Sozialpädagoginnen ihre Zertifikate.

Die Abteilung für Kindertageseinrichtungen der AWO OWL hat zum zweiten Mal Integrationsbegleiterinnen ausgebildet – nun auch für andere Träger.

Am 6. November 2018 ging es los: 24 zukünftige Integrationsbegleiterinnen wurden ein halbes Jahr lang auf ihre Aufgaben in unterschiedlichen Kindertageseinrichtungen vorbereitet. Hier unterstützen sie nun die pädagogischen Fachkräfte in ihrer Arbeit mit Kindern und Familien mit Flucht- bzw. Migrationsgeschichte und sind deren Ansprechpartnerin. „Ihr habt einen großen Schatz in die Kitas gebracht: Eure Sprache, Eure Kultur und Eure eigenen Erfahrungen“, sagte Projektleiterin Anne Tecklenborg. Die Integrationsbegleiterinnen helfen bei der Informationsweitergabe an Eltern und erläuterten Abläufe, Rituale oder Angebote. Zudem sind sie Identifikationsfigur für die Kinder und ihre Familien. Doch nicht nur für die Kita, auch für die teilnehmenden Frauen ist die Qualifizierung ein Gewinn: „Meine erste Motivation mitzumachen war, mein Deutsch zu verbessern. Doch das Programm hat mir geholfen, meinen eigenen Weg zu finden“, so Hasnaa Oubekhane, Integrationsbegleiterin in der DRK-Kita „Bullerbü“ in Bielefeld-Sennestadt.

Die AWO OWL qualifizierte bereits zum zweiten Mal geflüchtete Frauen als Integrationsbegleiterinnen – für ihre eigenen Kitas, aber erstmals auch für den AWO Kreisverband Bielefeld, das DRK Bielefeld, die GfS Bielefeld, das DRK Rheda-Wiedenbrück, die Stadt Gütersloh, sowie die Fürstin Pauline Stiftung Detmold. Gefördert wird das Projekt vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW (MKFFI) und der Auridis-Stiftung.

Die 24 Teilnehmerinnen wurden zunächst an zwei Tagen in der Woche von drei Sozialarbeiterinnen unterrichtet. Anschließend folgte eine Hospitation in der Praxis, bei der die Schulungsteilnehmerinnen neben dem Unterricht einen Tag pro Woche in ihrer zukünftigen Kita verbrachten, um Kolleg*innen, Kinder und Eltern kennenzulernen sowie mit Abläufen und Ritualen vertraut zu werden. Seit März sind die Integrationsbegleiterinnen nun bis zu 15 Wochenstunden in den Einrichtungen und übernehmen eigene Aufgaben. Dazu gehörte die Begleitung von Kindern und Familien mit Fluchterfahrung im Kitaalltag oder das Angebot von Projekten. Neben der Unterstützung der Kinder, sieht Projektleiterin Tecklenborg einen weiteren wichtigen Aspekt: „Ihr habt viele Elterngespräche begleitet und dafür gesorgt, dass sich auch die Eltern wohler und sicherer in den Kitas fühlen.“

Interessierte Kitas und Träger sowie Teilnehmerinnen können sich bei Franziska Eisenhuth unter franziska.eisenhuth@awo-owl.de oder 0521 9216249 über das Projekt informieren.