AWO OWL

Gemeinsam gegen Corona: Vorstand dankt allen Beschäftigten

Der Corona-Virus breitet sich weiter aus. Das öffentliche Leben kommt zum Erliegen. In wichtigen Lebensbereichen arbeiten viele Beschäftigte aber weiter. Auch AWO-Einrichtungen sind darunter. Allen Beschäftigten dankt der Vorstand für das Engagement in einem Rundschreiben:

Liebe Kolleg*innen,

wer hätte das vor drei Wochen für möglich gehalten? Europa steht still. Weite Teile der Welt stehen still. Das Virus SARS-CoV-2, das die Krankheit Covid-19 auslöst, fordert uns alle extrem heraus. Die Politik in Deutschland sieht sich zu Maßnahmen gezwungen, die den allermeisten noch vor wenigen Tagen undenkbar erschienen. Zugleich wird deutlich wie selten, wie gut es ist, dass wir in Deutschland in Bund und Ländern nicht von Extremist*innen und Populist*innen regiert werden, sondern von verantwortungsbewussten Politiker*innen.

In Verantwortung stehen auch wir in der AWO OWL. Unsere Verantwortung für un-sere Heimat Ostwestfalen-Lippe war immer groß. Jetzt ist sie das noch einmal gesteigert. Wir sind es, gemeinsam mit unseren Kolleg*innen anderer Träger der Freien Wohlfahrt, des Gesundheitswesens, der Lebensmittelversorgung, der Polizei, der Feuerwehr, des Katastrophenschutzes und der Öffentlichen Verwaltung, die in Seniorenzentren, in der Notbetreuung der Kitas und des Offenen Ganztags und in Teilen der Jugendhilfe dafür sorgen, dass Menschen Unterstützung finden können und das Notwendigste gewährleistet bleibt. Wir sind systemrelevant. Der Sozialstaat ist systemrelevant, nicht die Börse!

Für diese Krise gibt es keine vergleichbaren Situationen. Wir können keine Pläne zur Bewältigung aus der Schublade ziehen. Dankbar bin ich aber, dass der bereits vor drei Wochen innerhalb der AWO OWL ins Leben gerufene Krisenstab frühzeitig begonnen hatte, notwendige Vorkehrungen zu treffen und nach und nach verstärkt aufkommende Fragen der Beschäftigten zu beantworten. Trotz aller Unwägbarkeiten sehen wir uns daher gut vorbereitet, um die AWO OWL mit all ihren Aufgaben durch diese Krise zu führen.

Es gibt bereits einzelne Betriebsteile, in denen vorübergehend der Dienst einge-stellt werden muss. Diese Bereiche werden tendenziell in den nächsten Tagen auch noch zunehmen. In Deutschland gibt es gute Instrumente, einen vorübergehenden Wegfall von Aufgaben sozial aufzufangen. Darauf setzen wir jetzt ganz besonders. In weiten Teilen unserer sozialen Dienstleistungen ist eine vorübergehende Einstellung hingegen völlig unvorstellbar.

In den Einrichtungen und in der Geschäftsstelle wird auf Hochtouren daran gearbeitet, die Covid-19-Krise zu meistern. Auch von außen wird gesehen und angemerkt, wie engagiert wir alle in der AWO bei der Sache sind. Für dieses Engagement danken wir Ihnen herzlich. Wir können heute noch nicht absehen, ob und wie das Virus unser Land dauerhaft verändern wird. Wir in der AWO OWL können aber ganz kräftig dazu beitragen, dass es auch in und nach der Krise in unserer Region menschlich zugehen wird. Darauf können wir alle stolz sein.

Bleiben Sie gesund!

 

Thorsten Klute          Frank Olivier