AWO OWL

„Erste Ansprechpartner*innen für Eltern“

Das Austauschgespräch mit der Stadt Bielefeld wurde von vielen KiwiBI-Freiwilligen der AWO Freiwilligenakademie OWL genutzt.

KiwiBI-Freiwillige der AWO Freiwilligenakademie OWL stellen gesammelte Fragen von Eltern aus Bielefeld an Sozialdezernenten Ingo Nürnberger und Barbara Busch-Viet vom Jugendamt.

Einmal im Jahr organisiert die AWO Freiwilligenakademie OWL ein Austauschtreffen zwischen dem Sozialdezernenten Ingo Nürnberger und Barbara Busch-Viet vom Jugendamt der Stadt Bielefeld mit den Willkommensbotinnen und Treffleitungen von „Kinder willkommen in Bielefeld - KiwiBI“. Dies ist ein Angebot im Rahmen der Frühen Hilfen, gefördert durch die Bundesstiftung Frühe Hilfen. Bei KiwiBI erhalten frisch gebackene Eltern und ihr Nachwuchs in den ersten Wochen nach der Geburt einen Besuch daheim, bei dem sie auf alle Angebote für (Klein-)Kinder innerhalb Bielefelds hingewiesen werden. Darüber hinaus werden auch KiwiBI-Treffs angeboten. Diese offenen Eltern-Kind-Treffs, finden einmal wöchentlich in den unterschiedlichen Stadtteilen statt, so dass sich Eltern mit anderen Eltern aus ihrer Umgebung über alle Themen rund ums Kind austauschen und die Kinder gleichzeitig früh Kontakte zu anderen Kindern aus dem Stadtteil knüpfen können. Beide Angebote sind kostenfrei und werden von Freiwilligen betreut, die wiederum von der AWO Freiwilligenakademie OWL begleitet werden. Und diese trafen sich nun mit Ingo Nürnberger und Barbara Viet-Busch, um von den Fragen und Nöten der besuchten und begleiteten Eltern zu berichten und selbst Fragen zu stellen. „Denn unsere KiwiBI-Freiwilligen sind die ersten Ansprechpartner*innen für die Eltern“, so Gabriele Stillger, Geschäftsführerin der AWO Freiwilligenakademie OWL. „Und gleichzeitig machen viele Legenden und Halbwahrheiten unter den Eltern die Runde über die wir gern aufklären wollen“, ergänzt Larissa Koch, die gemeinsam mit Sabine Loose die KiwiBI-Freiwilligen betreut.

Und so gibt es Fragen, die wahre Dauerbrenner bei den Eltern sind, wie etwa: ist es auch nach dem 1. August möglich, einen Kita-Platz zu bekommen? „Dies hören wir immer wieder und immer wieder betonen wir: es gibt keinen Stichtag für den Kitaeinstig“, so Busch-Viet. Allein im letzten Jahr seien 397 von rund 3.000 Kindern unterjährig aufgenommen worden. Auch würde Eltern häufig gespiegelt, dass es nicht möglich sei, für ein 3-jähriges Kind einen Platz zu bekommen, weshalb es besser sei, das Kind mit 2 Jahren in die Kita zu geben. „Das stimmt nicht. Wenn die Kitas eine gute Mischung der Gruppen haben, sind auch jedes Jahr Plätze für die 3-jährigen frei“, so Busch-Viet. Und Kitas, die nicht diese gute Mischung der unterschiedlichen Gruppentypen hätten, gäbe es nur noch wenige in Bielefeld.

„Eine wichtige Rolle – gerade bei der Betreuung von unter 3-jährigen übernehmen auch die Tagespflegepersonen, die dürfen wir nicht vergessen“, ergänzte Nürnberger. Hier kam bei den Eltern immer wieder die Frage auf, ob die Beiträge für eine Tagespflege und eine Kita gleich sind. „Die Stundenanzahl ist bei der Tagespflege variabler als in der Kita, wo es nur drei verschiedene Stundenkontingente gibt, aber die Kosten sind bei gleichem Kontingent in etwa gleich“, so Busch-Viet.

„Der Bedarf an Kita-Plätzen ist in den letzten Jahren gigantisch gestiegen – schneller als das Angebot“, berichtet Ingo Nürnberger. Die Stadt habe aber darauf reagiert – mit dem Ausnutzen aller Plätze und dem Schaffen von neuen Einrichtungen. „Doch eine Kita ist nicht von heute auf morgen gebaut, das braucht ein wenig Zeit. In den letzten 5 Jahren haben wir 900 neue Plätze geschaffen und in den nächsten zwei bis drei Jahren werden 10 bis 15 weitere Kitas eröffnen“, so Nürnberger. Zudem hat die Stadt eine Vermittlungsstelle für freie Kita-Plätze eingerichtet, an die sich die Eltern wenden können und gleiches gibt es für die Tagespflege von der von Laer-Stiftung und der awo lifebalance owl für freie Plätze bei Kindertagespflegepersonen.

Der Austausch wurde abschließend von allen Beteiligten als sehr positiv und wertvoll wahrgenommen. Ein Ziel ist es, auch in den nächsten Jahren weiterhin im guten Kontakt miteinander zu sein und den Eltern in Bielefeld damit so gut wie möglich mit Antworten zur Seite zu stehen.