AWO OWL

Ein Erfolgsmodell

Die zukünftigen Integrationsbegleiterinnen starteten gemeinsam mit ihren Kitaleitungen und den lehrenden Sozialarbeiterinnen in die Qualifizierung.

Die AWO OWL bildet bereits zum dritten Mal Frauen mit Migrationshintergrund als Integrationsbegleiterinnen in Kitas aus.

25 Frauen zwischen 28 und 54 Jahren haben sich im Schulungsraum der Arbeiterwohlfahrt Ostwestfalen- Lippe (AWO OWL) eingefunden. Sie kommen aus Syrien, dem Irak, Marokko, der Türkei, Tunesien, Iran und Polen und sind zwischen zwei und 33 Jahren in Deutschland. Ihr Bildungshintergrund reicht von keinem Schulabschluss bis zum abgeschlossenen Hochschulstudium. Und nun werden sie bis Mai 2020 zu Integrationsbegleiterinnen für Kitas geschult. Doch was bedeutet dies? Die Integrationsbegleiterinnen unterstützen die pädagogischen Fachkräfte in ihrer Arbeit mit Kindern und Familien mit Flucht- bzw. Migrationsgeschichte und sind deren Ansprechpartnerin. Sie helfen bei der Informationsweitergabe an Eltern und erläuterten Abläufe, Rituale oder Angebote. Zudem sind sie Identifikationsfigur für die Kinder und ihre Familien bei der Integration.

Die AWO OWL qualifiziert bereits zum dritten Mal geflüchtete Frauen als Integrationsbegleiterinnen – für ihre eigenen Kitas sowie für neun weitere Träger von Kindertageseinrichtungen: das DRK Bielefeld, die GfS Bielefeld, das DRK Rheda-Wiedenbrück, die Stadt Gütersloh, das DRK Bielefeld, die Falken in Bielefeld, die ev. Kirche in Bad Meinberg, Vielfalt und Kompetenz für Menschen mit Förderbedarf in Halle (Westf.), die Fürstin Pauline Stiftung Detmold sowie eine Elterninitiative in Bielefeld. Dabei wird die Schulung nun zum ersten Mal nicht aus Projektmitteln finanziert, sondern als Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung über Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheine, die die Jobcenter in der Region geeigneten Kundinnen ausstellen.

Die Teilnehmerinnen werden zunächst an zwei Tagen in der Woche von zwei Sozialarbeiterinnen unterrichtet. Anschließend folgt eine Hospitation in der Praxis, also in 24 Kitas in der Region Ostwestfalen-Lippe. Hier werden sie neben dem Unterricht einen Tag pro Woche verbringen, um Kolleg*innen, Kinder und Eltern kennenzulernen sowie mit Abläufen und Ritualen vertraut zu werden. Zum Schluss werden die Integrationsbegleiterinnen bis zu 15 Wochenstunden in den Einrichtungen sein und im Rahmen eines Praktikums eigene Aufgaben übernehmen.