31.01.2012 - Vincke-Schüler „Mitarbeiter auf Probe“ bei der AWO
„Mixed Day“ in Kita und Seniorenzentrum
Minden (cwb). Mädchen bearbeiten Metall und Jungen versorgen Kleinkinder – für fast alle Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen führte der jüngste „Mixed Day“ der Freiherr-von-Vincke-Realschule zu Tätigkeiten, die sie nicht gewohnt waren.
Nachdem der erste „Mixed Day“ im Frühjahr positive Rückmeldungen brachte, wurde er kürzlich für die jetzige neunte „Jahrgangsstufe“ wiederholt. Es gehe darum Jungen an für sie untypische Tätigkeitsfelder wie in den sozialen Berufen heranzuführen, wie von Ute Peters, Koordinatorin für Berufsorientierung an der Vincke zu erfahren war.
In der Kita Schleidermannsweg der AWO in Dützen bekamen die Schüler denn auch hautnah mit, was es bedeutet, als Erzieher tätig zu sein. Am einfachsten war dabei für sie vermutlich, mit den kleinen Kindern am Kicker-Tisch aktiv zu werden. Aber auch andere wichtige Aspekte in der Erzieherrolle wurden ihnen nahe gelegt. Dazu gehört, mit Kindern gesunde Snacks zuzubereiten und die Kreativität der Mädchen und Jungen zu fördern. Und wichtig wurde für die Schüler dabei auch, auf den eigenen Sprachgebrauch zu achten und nicht im Pausen-Jargon mit den Kleinen zu reden, sondern für diese als Vorbild zu fungieren.
Keine Vorbildfunktion ausfüllen, mussten dagegen die Schüler, die im Robert-Nussbaum-Haus der AWO in der Innenstadt für einen Vormittag tätig wurden. Hier war eher gefordert, Verständnis für die Handicaps von Senioren zu entwickeln und ihnen individuell zu helfen. Dabei konnten die Jungen am eigenen Körper spüren, wie das Alter die Beweglichkeit zunehmend einschränkt oder verändert.
So simulierten „Zitterhandschuhe“ wie schwierig es werden kann, aus einem Becher zu trinken, wenn die Hände nicht mehr ruhig gehalten werden können. Und ein „Altersanzug“ verdeutlichte den Jugendlichen, wie schwer es im höheren Alter wird, sich sicher zu bewegen, wenn Augen und Gehör nachgelassen haben und auch die Muskelkraft abgenommen hat.
So simulierten „Zitterhandschuhe“ wie schwierig es werden kann, aus einem Becher zu trinken, wenn die Hände nicht mehr ruhig gehalten werden können. Und ein „Altersanzug“ verdeutlichte den Jugendlichen, wie schwer es im höheren Alter wird, sich sicher zu bewegen, wenn Augen und Gehör nachgelassen haben und auch die Muskelkraft abgenommen hat.
Aber nicht nur die Jungen der neunten Jahrgangsstufe hatten sich mit Berufen zu befassen, die von ihnen noch als untypisch empfundenen worden sind. Auch die Mädchen hatten mit Tätigkeiten zu tun, zu denen sich die wenigsten hingezogen fühlten – beispielsweise Metall zu verarbeiten oder Kabel anzuschließen. Dies wurde ihnen nämlich abverlangt in den Lehrwerkstätten von ABB, Melitta und Wago.
Weitere Infos zum AWO-Projekt "Nachwuchsförderung".
Text/Fotos: Pressebüro Christian Weber

