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Erfolgreiche Beschäftigungsangebote gefährdet

„JobPerspektive“ in der Kita-Ganztagsbetreuung in Frage gestellt
(27.01.2010) In Sorge um die Zukunft des Programms "JobPerspektive" für Langzeitarbeits-lose hat sich der AWO-Bundesverband mit einem Offenen Brief an Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) gewandt. Die AWO spricht sich da-rin gegen die am 23. Dezember im Bundesanzeiger veröffentlichte "Eingliederungsmittel-Verordnung 2010" aus. Der Bestand und die Fortführung von Beschäftigungsangeboten für Langzeitarbeitslose werden dadurch in Frage gestellt. So auch in Einrichtungen der AWO Ostwestfalen-Lippe.

JobPerspektive vielfach genutzt
Im Zuge des Ausbaus der Ganztagsbetreuung für Kinder unter 3 Jahren hat die AWO OWL in vielen ihrer Kitas den erhöhten Arbeitsaufwand in der hauswirtschaftlichen Versorgung durch den Einsatz von zusätzlichen Mitarbeiter/innen im Rahmen von „JobPerspektive“ aufgefangen. Rund 70 Kräfte, vor allem langzeitarbeitslose Frauen, wurden auf diese Weise in den Kitas beschäftigt. Weitere in anderen Bereichen. "Hilfen bei der Zubereitung von frischen Mahlzeiten, Begleitung der Kinder beim Essen und weitere helfende Tätigkeiten sind eine spürbare Entlastung der Stammbelegschaft und führen insgesamt zu einer besseren Betreuungssituation in der Einrichtungen", erläutert Klaus Dannhaus, AWO-Vorstandsvorsitzender.

Chance für Arbeitslose
Das Instrument JobPerspektive bietet, so die AWO, gerade Menschen mit hoher Arbeitsmarktferne eine Chance zu einer selbstbestimmten Lebensführung. Sie sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt und erfahren ein hohes Maß an Zufriedenheit und Sicherheit. Oftmals bekommt ihr Leben nach sehr langer Zeit wieder eine klare Tagestruktur. Dies trägt zur Stabilisierung ihrer gesamten Lebenslage bei. Wesentlich für die Zufriedenheit und die Identifikation mit der neuen Tätigkeit ist auch, dass die neuen Kräfte durch Coaching, Lehrgänge und Trainings qualifiziert werden.

Appell an Ministerin
Diese wichtige Hilfe für langzeitarbeitslose Menschen wird durch die neue Verordnung gefährdet. Im Vorfeld der Sitzung des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales appelliert der AWO-Bundesverband deshalb an die Ministerin: "Gerade die arbeitsmarktfernsten Personen brauchen auch in Zukunft die besondere Unterstützung von Politik und arbeitsmarktpolitischen Akteuren. Wir bitten Sie dringend, sich für eine Lösung einzusetzen, durch die man die bereits erzielten Erfolge erhalten kann. Gerne bieten wir Ihnen hierbei unsere tatkräftige Unterstützung an."

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